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Saugroboter mit Objekterkennung – So funktioniert’s

Saugroboter benötigen eine irgendwie geartete Objekterkennung, damit sie in Deiner Wohnung keine Verwüstung anrichten. Um zu verhindern, dass reihenweise Blumenvasen umgeschmissen werden, Kabel mitgeschleift und Lampen umgerissen werden, haben sich die Produktentwickler diverse Methoden der Objekterkennung für Saugroboter einfallen lassen.

 

Raumerkennung und Objekterkennung: Saugroboter brauchen beides

Alte Saugroboter ohne intelligente Elektronik fahren einfach drauflos und wenn sie auf ein Hindernis stoßen, stoppen sie, drehen sich in eine andere Fahrtrichtung und setzen dann ihre Reinigungstour fort. Das Anstoßen des Saugroboters ist genau genommen auch schon eine Art der Objekterkennung. Sie hat den Nachteil, dass die Kollision mit dem Hindernis zu Kratzern oder anderen Beschädigungen am Möbel führen kann. Der Saugroboter könnte sich in bestimmten Situationen verhaken und dann feststecken. Um das zu verhindern, sind moderne Saugroboter mit einer Vielzahl an Sensoren und optischen Systemen ausgestattet, damit sie sich einerseits im Raum orientieren und andererseits unvorhergesehene Hindernisse umfahren können. Für die Orientierung im Raum sorgen beispielsweise Lasernavigationssysteme, die die Wohnung abscannen und Karten abspeichern. Für die Objekterkennung werden Saugroboter mit Kamerasystemen, Abstandssensoren oder einer Kombination mehrerer Technologien ausgestattet.

 

Saugroboter mit Objekterkennung

Welche Objekte muss ein Saugroboter erkennen?

Wenn Du Dich in Deiner Wohnung umschaust, dann gibt es eine Viezahl mechanischer Widerstände, auf die ein Saugroboter stoßen kann. Wände oder schwere Möbel wie Schränke und Betten werden von der Raumerkennung erfasst und in den elektronischen Karten hinterlegt, nach denen ein Roboter navigiert. Daneben gibt es andere, nicht immer ortsfeste Kleinmöbel oder Gegenstände, auf die ein Saugroboter mittels seiner eingebauten Objekterkennung flexibel reagieren muss, beispielsweise:

  • Stühle
  • Stehleuchten
  • Blumenvasen
  • Kabel
  • herumliegendes Spielzeug
  • schlafende Haustiere
  • umherliegende Kleidung, besonders beliebt Socken, weil sie klein sind

Auf der anderen Seite gibt es aber auch Hindernisse wie Türschwellen oder Teppichkanten, die nicht unter die Objekterkennung des Saugroboters fallen sollen und die er ignorieren bzw. überwinden soll.

 

Herausforderungen bei der Objekterkennung von Saugrobotern

Zur Raum- und Objekterkennung werden bei Saugrobotern unterschiedlichste Technologien eingesetzt, die jeweils Stärken und Schwächen haben und meist nur in einer gewissen Kombination wirksam sind.

  • Eine Lasernavigation scannt den Raum, orientiert sich eher an Decken und Wänden und weniger am Boden.
  • Ein Kamerasystem kann den Boden miteinbeziehen. Die aufgenommenen Bilder beinhalten aber keine Abstandsinformation, so dass diese Information noch zusätzlich generiert werden muss.
  • Abstandssensoren basierend auf Ultraschalltechnologie bereiten dem Saugroboter Probleme bei der Objekterkennung schmaler Hindernisse wie z.B. Stehleuchten.
  • Abstandssensoren basierend auf Infrarottechnologie neigen dazu, schwarze oder sehr dunkle Objekte zu übersehen. Das ist ein ungewollter Effekt, der auch bei Sturzsensoren zum Tragen kommen kann. Wenn ein Saugroboter mit Infrarot-Sturzsensor beispielsweise auf einen schwarzen Teppich fährt, meint er, er wäre über eine Treppenstufenkante gefahren und stoppt sofort, damit er nicht hinunterfällt.
  • Stoßsensoren verhindern keine Kollisionen, sondern brauchen sie. Saugroboter, die allein auf diese Art der Objekterkennung setzen, sollten langsam fahren und über Bumper abgepuffert sein, damit Sie keine Schäden anrichten. Langsames Fahren ist jedoch gleichbedeutend mit geringer Effizienz beim Abarbeiten der Reinigungsroute.

 

Welche Objekterkennung ist bei Saugrobotern am besten?

Eine Technologie allein reicht in der Regel nicht aus, um einen Saugroboter mit einer zuverlässigen Objekterkennung zu versehen. Am besten ist es sicherlich, wenn der Saugroboter mit einem vollen Arsenal der bekannten Sensorik ausgestattet ist und dann noch über künstliche Intelligenz lernfähig ist. Allerdings ist die komplexe Elektronik nicht umsonst zu haben, so dass Du immer eine Abwägung treffen musst. Für eine effiziente Navigation und Abarbeitung der Reinigungsrouten ist eine Lasernavigation sicherlich unschlagbar, für den primären Zweck einer Objekterkennung sollte ein Saugroboter mindestens mit einer Kamera und einer Abstandssensortechnologie ausgestattet sein. Wenn Du viele schwarze Möbel hast, empfehlen sich hier eher die ultraschallbasierten Sensoren. In einem Haushalt ohne schwarze Möbel ist die Infrarottechnologie sogar zuverlässiger, weil sie alle Formen erkennen kann.

 

Wo liegen die Grenzen der Objekterkennung von Saugrobotern?

Die Antwort ist relativ einfach: Kabel und kleine Gegenstände wie Socken können auch bei bester Ausstattung immer noch ein Problem darstellen. Saugroboter sollen auch über Türschwellen und Teppichkanten klettern können, die bis zu 2 cm hoch sind. Die meisten Saugroboter schaffen das klettertechnisch auch ohne Probleme, was im Umkehrschluss aber auch heißt, dass die Objekterkennung solche Schwellen nicht als Hindernisse interpretieren darf. Kabel und andere Gegenstände wie flach umherliegende Socken sind in der Regel kleiner, so dass diese Objekterkennung bei Saugrobotern technologisch nur schwierig abzugrenzen ist. Hier kannst Du unterstützen. Beispielsweise ist ein straff gespanntes Kabel vergleichbar mit einer Teppichkante, über die der Saugroboter anstandslos hinwegfährt. Schlaffe Kabel können hingegen mitgeschleift werden. Bei losen Kabelenden kann es schlimme Folgen haben, wenn sich z.B. ein Handy-Ladekabel um Walzen oder Räder wickelt. Das kann zu Schäden sowohl am Roboter als auch bei den Kabelanschlüssen und Steckern führen.

 

Die beliebtesten Saugroboter mit Objekterkennung

In der Folge findest du ein paar Saugroboter mit Objekterkennung, die schon einige Kunden überzeugt haben und darüber hinaus eine gute Reinigungsperformance zeigen. Denn das solltest Du über all die technischen Finessen nicht vergessen. Ein Saugroboter wird primär nicht wegen der Objekterkennung gekauft, auch wenn es ein wichtiges Produktmerkmal ist. Mindestens genauso wichtig sind die Reinigungsleistung und –effizienz.

 

Saugroboter mit künstlicher Intelligenz und Objekterkennung: ECOVACS Robotics DEEBOT OZMO T8 AIVI

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Lasernavigation sowie eine Kamera für On-Demand-Live-Videostream und Objekterkennung sind herausragende Merkmale dieses Saugroboters, der sich meldet, wenn er aufgrund von Hindernissen geplante Bereiche nicht anfahren und reinigen konnte. Über die App sind virtuelle Grenzziehungen, unterschiedliche Putzreihenfolgen für Zimmer, die Kartenspeicherung für mehrere Stockwerke und vieles mehr möglich. Die integrierte Wischfunktion OZMO Pro mit der hochfrequent vibrierenden Wischplatte entfernt auch hartnäckigste Verschmutzungen und ist besonders allergikergeeignet. Mit einer Höhe von knapp unter 10 cm und einer erstaunlichen Akkulaufzeit von 3 h liefert dieser Saugroboter mit Objekterkennung ein rundes Performance-Paket ab. Kunden bewerten das Produkt als technisch hervorragend, lediglich der Preis schmerzt den ein oder anderen Käufer.

 

Medion E32 SW (Modell 2021): Günstig, aber nur mit Berührungssensoren

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Zunächst die Produktdaten: Der Medion E32 SW verfügt über Saug- und Wischfunktion und schreckt auch vor Tierhaaren nicht zurück. Du kannst zwischen unterschiedlichen Reinigungsmodi (Kante, Punkt) wählen und die Akkulaufzeit von 2 h ist durchaus beachtlich, wenn es um die effiziente Reinigung auch großer Flächen geht. Programmiert wird der nur 8 cm hohe Roboter über eine Fernbedienung. Der günstige Preis lässt sich dadurch erklären, dass diese mobile Haushaltshilfe ohne Navigation und optische Abstandssensorik auskommt. Die Objekterkennung erfolgt bei diesem Saugroboter lediglich über Berührungssensoren, die allerdings extrem empfindlich sind und ihn schon bei leisester Berührung stoppen lassen. Kunden, die die geringe technische Ausstattung nicht stört, bewerten hauptsächlich die Reinigungsperformance und attestieren diesem Saugroboter eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse.

 

Der AEG RX9-1-IBM Saugroboter mit drei Ecken: Vorreiter in der Objekterkennung mittels Kamera-Technologie

AEG RX9-1-IBM Saugroboter

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Mittels der dreieckigen Bauweise gelangt der RX9-1 mit seinen Reinigungsbürsten ideal in Ecken und reinigt effizient entlang von Wänden und unter Möbeln. Er ist wendig, hoch manövrierfähig und mit einer hochentwickelten Kamera sowie Lasersensorik ausgestattet, die dem Saugroboter einen lückenlosen 3D-Scan aller Räume inklusive Kartografierung und der Erstellung effizienter Reinigungsrouten ermöglichen. Auch die Objekterkennung inklusive Absturzgefahrdetektion funktioniert bei diesem Saugroboter optimal. Die automatische Reinigungsfunktion passt sich dem Bodenbelag an und erhöht bei Bedarf die Intensität. Der Roboter lässt sich über eine App für iOS und Android überwachen und steuern. Die relativ kurze Akkulaufzeit von einer Stunde und die Lautstärke von 80 dB sind kleine Schwächen des Produkts. Die Kunden sind jedoch mit den guten Reinigungsleistungen dieses nur 8,5 cm flachen Saugroboters zufrieden.

 

Der Roborock S6 MaxV manövriert am besten um die Hindernisse

Mit künstlicher Intelligenz Roborock S6 MaxV Saug- und Wischroboter mit künstlicher Intelligenz

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Der S6 MaxV von Roborock ist neben LDS-Technologie (Laser) mit einer Stereo-Kamera und sogenannter Reactive AI (artificial intelligence = künstliche Intelligenz) ausgerüstet. Bei ihm sind das Fahrverhalten und die Orientierung besonders hervorzuheben, die in Tests als das beste bezeichnet werden, was aktuell am Markt erhältlich ist. Der Saugroboter mit Objekterkennung findet sich überall problemlos zurecht, nur beim Erkennen kleinerer Gegenstände wie Kabel oder Socken bekommt er wie fast alle seine Kollegen noch Schwierigkeiten. Über die intuitive App werden präzise Karten erstellt, mit denen Einzelraumanweisungen und No-Go-Zonen definiert werden können. Der Preis des S6 MaxV ist zwar recht hoch, aber die Reinigungsleistung ist exzellent. So erkennt er beispielsweise Teppichböden automatisch und setzt die Saugleistung auf Maximum, um die bestmögliche Reinigung der Fasern zu erreichen. Der Saugroboter mit Objekterkennung zeichnet sich außerdem noch durch eine Wischfunktion aus. Die technischen Parameter wie 2500 Pa Saugleistung, eine mittlere Laustärke von 67 dB sowie eine relativ niedrige Höhe von unter 10 cm stehen für ein sehr gutes Produkt, welches regelmäßig Spitzenbewertungen erhält.

 

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Objekterkennung bei Saugrobotern: Schon sehr gut, aber es ist noch Luft nach oben

Die technische Entwicklung bei Saugrobotern hat in den letzten Jahren schon zu vielen Produktverbesserungen geführt, besonders bei der Objekterkennung. Gerade die Kombination verschiedener Technologien hat hier Erfolge gebracht, auch wenn es beispielsweise bei der Kabelerkennung oder dem Detektieren kleinerer Gegenstände noch die eine oder andere Schwäche gibt. Aber wenn Du beispielsweise Gegenstände vorab sicherst oder ab und zu einen Kontrollgang machst, kannst Du bei den modernen Saugrobotern mit Objekterkennung von reibungslosen Reinigungsdurchläufen ausgehen.


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