Der Roborock Qrevo Pro stammt aus der Qrevo-Generation von 2024, ist aber auch 2026 noch interessant, wenn er als Restposten oder gebraucht deutlich günstiger als aktuelle Premium-Modelle angeboten wird. Sein Paket ist bis heute attraktiv: zwei rotierende Wischmopps, ein ausfahrbarer FlexiArm-Mopp für die Randreinigung, 7.000 Pa angegebene Saugkraft, LiDAR-Navigation und eine Multifunktionsstation mit Heißwasser-Moppwäsche.
Für diesen Modellcheck liegen uns eigene Praxisfotos des Geräts vor. Die Leistungsbewertung stützt sich zusätzlich auf unabhängige Tests und Messungen. So trennen wir klar zwischen dem, was sich am Gerät selbst zeigen lässt, und dem, was Testlabore zur Reinigungsleistung ermittelt haben.

FlexiArm-Kantenmopp
60 °C Moppwäsche
Reactive Tech ohne RGB-Kamera
Kurzfazit: Der Qrevo Pro ist ein sehr ausgewogener Saug- und Wischroboter mit starker Station und guter Randreinigung. Besonders auf Hartboden und bei regelmäßigem Wischen ist das Konzept weiterhin überzeugend. Seine größten Alterserscheinungen gegenüber neueren Modellen sind die nur durchschnittliche Hinderniserkennung kleiner Objekte, die klassische Gummibürste ohne moderne Anti-Tangle-Konstruktion und die fehlende ausfahrbare Seitenbürste. Als günstig angebotener Restposten kann er 2026 trotzdem noch ein guter Kauf sein.
Stärken
- sehr gute Hartbodenreinigung in mehreren Tests
- rotierende Mopps mit ausfahrbarem FlexiArm für Wandkanten
- 10 mm Moppanhebung auf Teppichen
- präzise LiDAR-Navigation und sehr gute Roborock-App
- umfangreiche Station mit Absaugung, Wasser-Nachfüllung, Moppwäsche und Trocknung
- Heißwasser-Moppwäsche bis 60 °C
- vergleichsweise flache Bauhöhe von rund 9,65 cm
Schwächen
- Reactive Tech erkennt Kabel und sehr kleine Hindernisse nicht zuverlässig
- lange Haare können sich um die Hauptbürste wickeln
- keine ausfahrbare Seitenbürste für trockenen Schmutz in Ecken
- keine anhebbare Hauptbürste
- kein integrierter Reinigungsmitteldosierer
- ältere Plattform mit deutlich weniger Spezialfunktionen als aktuelle Qrevo-Topmodelle
Besonders geeignet für: Haushalte mit viel Hartboden, regelmäßiger Wischreinigung, normalen Teppichen und dem Wunsch nach einer weitgehend automatisierten Station.
Weniger ideal für: Wohnungen mit vielen Kabeln oder Kleinteilen auf dem Boden, sehr vielen langen Haaren oder dem Wunsch nach der modernsten Hinderniserkennung und Anti-Tangle-Technik.
So haben wir den Roborock Qrevo Pro bewertet
Eigene Fotos zeigen bei uns Bauform, Station, Sensorik, Kantenmopp, Teppichübergang und das Verhalten unter Möbeln. Für messbare Reinigungsleistung und Hinderniserkennung greifen wir auf unabhängige Tests zurück. Besonders hilfreich sind die ausführlichen Messungen von SmartHomeAssistent, der Labortest von RTINGS, der Qrevo-Vergleich von COMPUTER BILD sowie die zusammengefassten Fachmagazinwerte bei Testberichte.de.
Die Testmethoden sind nicht direkt miteinander vergleichbar. Deshalb verrechnen wir die Noten nicht zu einem künstlichen Gesamtscore, sondern schauen darauf, welche Stärken und Schwächen in mehreren Quellen wiederkehren.
Saugleistung: auf Hartboden stark, bei Haaren nicht mehr State of the Art
Roborock gibt für den Qrevo Pro eine maximale Saugkraft von 7.000 Pa an. Diese Zahl wirkt neben aktuellen 20.000-Pa- und 25.000-Pa-Modellen inzwischen klein, sagt allein aber wenig über die tatsächliche Reinigungsleistung aus. SmartHomeAssistent nahm im eigenen Test auf Laminat 97,85 von 100 Gramm Testschmutz auf, auf Teppich 78,67 Gramm. RTINGS bewertet die Hartbodenaufnahme ebenfalls als stark.
Der Schwachpunkt ist eher die klassische Vollgummi-Hauptbürste. Bei langen Haaren fehlt die moderne Anti-Tangle-Konstruktion neuerer Roborock-Modelle. SmartHomeAssistent beobachtete im Haartest deutliches Aufwickeln an der Bürste. Für einen Haushalt mit vielen langen Menschen- oder Tierhaaren würden wir deshalb gezielt auch neuere Modelle mit DuoDivide- oder vergleichbarer Anti-Tangle-Technik prüfen.
Wischfunktion: der FlexiArm-Mopp ist der wichtigste Pro-Vorteil

Der Qrevo Pro arbeitet mit zwei rotierenden Mopps. Der entscheidende Unterschied zum einfacheren Qrevo S ist der ausfahrbare FlexiArm-Mopp: An Wänden, Möbelkanten und Tischbeinen fährt der rechte Mopp seitlich heraus und verkleinert den sonst typischen ungeputzten Rand deutlich.
Dieses Prinzip bestätigt sich auch in unabhängigen Tests. RTINGS nennt die bessere Reinigung entlang von Wänden als einen der zentralen Vorteile gegenüber dem älteren Qrevo. SmartHomeAssistent beobachtete im Praxistest ebenfalls eine zuverlässige Randreinigung.
Teppiche: Mopps werden um 10 mm angehoben
Ein Ultraschallsensor erkennt Teppich. Die beiden Mopps werden dann um bis zu 10 mm angehoben. Auf niedrigem und mittlerem Flor funktioniert das in der Praxis meist gut. Bei sehr hohem oder besonders empfindlichem Teppich bleibt es sinnvoll, in der App Sperr- oder Ausweichregeln zu setzen.
Reactive Tech: solide Hinderniserkennung, aber Kabel bleiben ein Problem

Der Qrevo Pro nutzt Reactive Tech mit strukturiertem Licht. Das ist die einfachere Roborock-Variante der Hinderniserkennung und nicht mit den kamerabasierten Reactive-AI-Systemen höherer Modelle gleichzusetzen. Größere Gegenstände wie Schuhe oder Socken werden häufig erkannt; sehr flache oder dünne Objekte sind schwieriger.
Gerade Kabel sind die bekannte Schwäche. SmartHomeAssistent berichtet, dass ein ausgelegtes Kabel im Test überfahren wurde. RTINGS ordnet das System ebenfalls unterhalb der fortschrittlicheren kamerabasierten Lösungen ein. Wer regelmäßig Ladekabel, Spielzeug oder Kleinteile auf dem Boden liegen hat, sollte vor dem Start aufräumen.
Navigation und Bauhöhe: klassischer LiDAR, aber noch angenehm flach

Die Navigation erfolgt über den klassischen Laserturm auf der Oberseite. Die Karten sind präzise, Räume lassen sich sauber aufteilen und die Roborock-App gehört weiterhin zu den ausgereifteren Lösungen am Markt. Mit etwa 9,65 cm Bauhöhe ist der Qrevo Pro nicht ultraflach, kommt aber unter deutlich mehr Möbel als viele frühere Premiumgeräte mit höherem Sensorturm.
Schwellen bis ungefähr 2 cm sind realistisch. SmartHomeAssistent erreichte im eigenen Test eine harte Kante von 2 cm. Neuere Modelle mit aktivem Fahrwerk schaffen teilweise mehr, aber für typische Türschwellen liegt der Qrevo Pro im normalen Bereich.
Die Station: viel Komfort, aber nicht selbstreinigend

Die Multifunktionsstation ist einer der stärksten Gründe für den Qrevo Pro. Sie entleert den Staubbehälter des Roboters, füllt den internen Wassertank nach, wäscht die Mopps mit bis zu 60 °C heißem Wasser und trocknet sie anschließend mit warmer Luft.
Die Waschschale lässt sich herausnehmen und manuell säubern. Das ist praktisch, aber die Station reinigt ihre eigene Bodenwanne nicht vollständig selbst. Auch Frisch- und Schmutzwassertank müssen natürlich weiterhin von Hand befüllt beziehungsweise geleert werden. Einen automatischen Reinigungsmitteldosierer gibt es nicht.
Was unabhängige Tests sagen
| Quelle | Ergebnis | Besonders auffällig |
|---|---|---|
| RTINGS | solide Gesamtleistung, starke Hartbodenreinigung | FlexiArm verbessert Randreinigung; Reactive Tech weniger leistungsfähig als kamerabasierte Systeme |
| SmartHomeAssistent | starke Saugwerte und überzeugende Navigation | 97,85 % auf Laminat, 78,67 % auf Teppich; Kabel nicht zuverlässig erkannt; Haare wickeln sich auf |
| Smartphone Magazin | 91,51 %, „hervorragend“ | 94 % Saugen, 81,3 % Wischen, 90 % Navigation |
| COMPUTER BILD | Qrevo-Reihe insgesamt mit guter Reinigungsleistung | Pro mit Schmutzerkennung, Heißwasser-Dock und ausschwenkendem Wischer |
Qrevo Pro 2026 noch kaufen?
Der Qrevo Pro ist technisch nicht mehr aktuell, aber auch nicht veraltet im Sinne von „schlecht“. Seine Kernfunktionen – gute Navigation, rotierende Mopps, Kantenwischen und eine vollwertige Station – sind nach wie vor sinnvoll. Der Kauf hängt deshalb vor allem vom Preisabstand zu neueren Modellen ab.
Als Restposten zu einem klar günstigeren Preis kann der Qrevo Pro weiterhin sehr attraktiv sein. Liegt er dagegen preislich dicht an aktuellen Qrevo-Modellen, würden wir die neuere Generation bevorzugen: Sie bietet meist bessere Haarvermeidung, stärkere Hinderniserkennung, höhere Schwellenfähigkeit und teilweise deutlich mehr Saugleistung.
Unser Rat: Nicht die 7.000-Pa-Zahl abschrecken lassen. Entscheidend ist der Gesamtpreis. Für viel Hartboden und regelmäßiges Wischen ist der Qrevo Pro weiterhin ein gutes Gesamtpaket. Bei vielen langen Haaren, chaotischem Boden mit Kabeln oder sehr anspruchsvollen Teppichen lohnt der Schritt zu einem neueren Modell eher.
Technische Daten im Überblick
| Modell | Roborock Qrevo Pro |
|---|---|
| Modelljahr | 2024 |
| Angegebene Saugkraft | 7.000 Pa |
| Wischsystem | zwei rotierende Mopps, rechter Mopp ausfahrbar (FlexiArm) |
| Moppanhebung | bis 10 mm |
| Navigation | LiDAR / LDS |
| Hinderniserkennung | Reactive Tech mit strukturiertem Licht |
| Bauhöhe | ca. 9,65 cm |
| Akku | 5.200 mAh |
| Maximale Laufzeit | bis zu 180 Minuten |
| Station | Absaugung, Wasser-Nachfüllung, Heißwasser-Moppwäsche, Warmlufttrocknung |
| Heißwasser-Moppwäsche | bis 60 °C |
| Reinigungsmitteldosierer | nein |
| Ausfahrbare Seitenbürste | nein |
FAQ zum Roborock Qrevo Pro
Wie gut ist der Roborock Qrevo Pro 2026 noch?
Die Grundreinigung ist weiterhin gut. Besonders Hartboden, Wischen und die Automatisierung durch die Station überzeugen. Gegenüber aktuellen Modellen fehlen ihm vor allem moderne Anti-Tangle-Systeme, stärkere Hinderniserkennung und einige Komfortfunktionen.
Was ist der Unterschied zwischen Qrevo Pro und Qrevo S?
Der Qrevo Pro besitzt unter anderem den ausfahrbaren FlexiArm-Wischmopp für bessere Randreinigung sowie eine Heißwasser-Moppwäsche in der Station. Der Qrevo S ist einfacher ausgestattet.
Erkennt der Roborock Qrevo Pro Kabel?
Nicht zuverlässig. Reactive Tech erkennt größere Hindernisse meist ordentlich, dünne Kabel gehören aber zu den typischen Schwachstellen. Kabel sollten vor der Reinigung besser vom Boden genommen werden.
Ist der Qrevo Pro für Teppich geeignet?
Ja, besonders für niedrigen und mittleren Flor. Die Mopps werden auf erkanntem Teppich um bis zu 10 mm angehoben. Bei sehr hohem Flor und tief sitzenden Teppichen sind neuere Modelle mit stärkerer Teppichtechnik im Vorteil.
Wäscht die Station die Mopps mit heißem Wasser?
Ja. Die Station reinigt die Mopps mit bis zu 60 °C heißem Wasser und trocknet sie anschließend mit warmer Luft.
Ist der Roborock Qrevo Pro gut für Tierhaare?
Die Saugleistung reicht grundsätzlich gut aus. Bei vielen langen Haaren ist die klassische Gummibürste aber ein Nachteil, weil sich Haare stärker aufwickeln können als bei neueren Anti-Tangle-Konstruktionen.
Fazit zum Roborock Qrevo Pro
Der Roborock Qrevo Pro ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein zwei Jahre altes Premium-Mittelklassemodell nicht automatisch überholt sein muss. Seine LiDAR-Navigation funktioniert zuverlässig, die Station nimmt viel Handarbeit ab und der ausfahrbare Wischmopp verbessert die Reinigung an Wandkanten sichtbar. Unsere eigenen Fotos zeigen außerdem, dass das Gerät trotz klassischem Laserturm noch unter viele Möbel passt und wie kompakt die Sensorik und Wischtechnik aufgebaut sind.
Die Schwächen liegen dort, wo sich Saugroboter seit 2024 am stärksten weiterentwickelt haben: kleine Hindernisse, Kabel und lange Haare. Wer damit leben kann und den Qrevo Pro deutlich günstiger als aktuelle Modelle bekommt, erhält weiterhin einen sehr brauchbaren Allrounder.
Wenn du die aktuelle Roborock-Palette vergleichen möchtest, findest du die wichtigsten Modelle auf unserer Seite Roborock Saugroboter: Die besten Modelle 2026.